Texte und andere Formen der Kommunikation

Gerade habe ich mir das Schulbuch Sprache der Malerei von Achim Algner angeschafft. Ehlers (2016, S. 131) zählt ja zu den literaturgeschichtlichen Kompetenzen unter anderem „das In-Beziehung-Setzen literarischer Texte zu Texten/Medien aus Kunst, Philosophie, Wissenschaft und allgemeiner Geschichte“. Da ich Kunstgeschichte als Nebenfach studiert habe, möchte ich in meinem Unterricht an passender Stelle immer wieder die…

Reflexion: Text und historische Perspektive

Was ist an literarischen Texten – wir haben uns auf Grüns Liebe und Duvanels Waschtag beschränkt – aus einer historischen Perspektive interessant? Diese Frage war Ausgangspunkt für eine Arbeitsphase und Diskussion im Modul. Die Aufgabe diente verschiedenen Zielen: Literaturgeschichte von einem (impliziten) Kanon lösen Literaturgeschichte unabhängig von fixierten Epochen(begriffen) betreiben von Texten ausgehen statt von…

Literaturgeschichte an Textbeispielen

Die Idee, Literaturgeschichte anhand konkreter Textbeispiele zu „betreiben“ ist für Schülerinnen und Schüler sicherlich reizvoll. Aber wie „betreibt“ man Literaturgeschichte am „Gegenstand“? Ist Literaturgeschichte ein aktives Tun oder passives Nachvollziehen? Und haben Literaturgeschichten, um hier den Plural zu gebrauchen, die wir mit Nachschlagewerke in Verbindung bringen, nicht selbst ihre Geschichte? Jeder Editionswissenschaftler weiß, dass der…

Die Gretchenfrage: Computerspiele im Deutschunterricht?

Die Auseinandersetzung mit der Kanonfrage im Rahmen der letzten Sitzungen inspirierte mich zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Verwendung von Computerspielen im Deutschunterricht. Nun, auf den ersten Blick scheint es abwegig, Computerspiele in den Deutschunterricht einzubetten und bis vor letzter Woche wäre ich wohl auch niemals auf die Idee gekommen. Denn: die Kanonfrage als solches…

Der implizite Kanon an Schweizer Gymnasien

Damit ein Literatur-Kanon zustande kommt, sind zwei allgemeine Prämissen zu veranschlagen: die Notwendigkeit, (1) aus einer unüberschaubaren Menge von Texten auszuwählen und (2) solche Auswahl begründet vorzunehmen. […] Kanones tragen dazu bei, die Identität einer Gruppe zu stiften, sie gegen andere Gruppen abzugrenzen und zu legitimieren, und sie bieten Orientierung, indem sie als Maßstab für…

Die „Kanonfrage“ – Anlass zur Selbstreflexion

In der „Kanonfrage“ scheint besonders in einem Punkt Einigkeit zu herrschen: Das Festhalten an einem klassischen Literaturkanon vergangener Generationen ist überholt und Bedarf einer Neuausrichtung, die sich an aktuellen gesellschaftlichen Fragen und Themen orientiert. Sei es zum Aufbau eines „Orientierungswissens“ oder zur kritischen Auseinandersetzung und Werteerziehung. Kerstan und Berg präsentieren entsprechend eigene Alternativentwürfe für einen…

Einige Gedanken zu den Themen Kanon, Kanonbildung und Bedeutung des Kanons für den Unterricht

(Die in doppelten Anführungszeichen stehenden Passagen sind Zitate aus dem Zeit-Artikel „Wir brauchen einen neuen Kanon“ von Thomas Kerstan.) Seine „Suche nach einem Kanon“ begründet Kerstan im Artikel in der Zeit mit zwei unterschiedlichen Regungen, mit einem Gefühl der Verunsicherung und mit Neugier. Ein Kanon, so könnte man also vielleicht sagen, scheint einem ‚defensiven‘ und…

Kommentar zu „Die Kanon“

Das Online-Projekt Die Kanon bietet eine alternative Sichtweise auf Kanonlisten, wie sie in diversen Schulhäusern, Lehrplänen oder Studienprogrammen nach wie vor vorhanden sind: Die Betreiberinnen der Seite nehmen ausschliesslich weibliche Akteurinnen und deren Werke in den Blick. Dies scheint äusserst interessant, da weibliche Autorschaft (und Existenz) nach wie vor vernachlässigt wird. Dabei wurde auch in…

Vom Text zur Literaturgeschichte

Wir lesen folgende drei Texte: Lili Grün: Liebe Kardinar/Schlecht: Das Fräulein von Scuderi (Rezension) Duvanel: Waschtag Was ist daran aus einer historischen Perspektive interessant? Wie kann – ausgehend von einer Lektüre dieser Texte – literaturgeschichtliches Lernen ermöglicht werden? Bezugspunkt dieser zweiten Frage kann die Formulierung von Spinner aus dem Basisartikel »Literarisches Lernen« (2006) sein:

Kanondiskussion

Studiere einen der beiden Vorschläge zu einer Reform des Kanons: Die Zeit: Kerstan Kanon (online hier) DieKanon.org: Berg – Vorwort (publiziert auf diekanon.org) Beantworte dazu folgende Fragen: An welchen Grundsätzen orientiert sich der Vorschlag? Welche Werke/Autor*innen dieser Kanonvorschläge gehören in den gymnasialen Deutschunterricht? Welche Werke fehlen aus deiner Sicht in diesen Kanonvorschlägen – und wie begründest du das?